Begrenztheit und Zuverlässigkeit der Daten

Wenngleich wir den Bereich unserer Untersuchungen eingeschränkt hatten, zeigten sich doch Schwierigkeiten aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Daten und Datenerhebungen in einem in der EU wenig entwickelten Bereich. Neben „Ad-hoc“-Studien, die während der Ausarbeitung dieses Berichts durchgeführt wurden (108), haben nur wenige Studien das Ziel verfolgt, den Umfang der öffentlichen Ressourcen festzustellen, die in der EU für den Drogenbereich zur Verfügung gestellt wurden (109). Es ist festzuhalten, dass die meisten EU-Länder keine genauen Angaben zu ihren Ausgaben auf dem Gebiet der Drogen und der Drogensucht machen können.

Die an diesen Untersuchungen Beteiligten konnten daher in den meisten Fällen keine umfassenden Daten vorlegen. Es fehlen einige Daten, und die Berechnungen basieren oft auf Schätzungen und Extrapolationsmethoden (110).

Wie von vielen Knotenpunkten berichtet und von der Fachliteratur bestätigt, können solche Forschungsarbeiten durch mindestens fünf Faktoren behindert werden: (1) fehlende Daten für einige Bereiche und Länder; (2) die Schwierigkeit einer Abgrenzung der Ausgaben für die Bekämpfung des illegalen Drogenkonsums von Daten, die sowohl den illegalen Drogenkonsum als auch den Alkoholkonsum betreffen; (3) die Vielfalt der Akteure und Organisationen, die auf zentraler, regionaler und lokaler Ebene für die Ausgaben verantwortlich sind; (4) die Schwierigkeit, die öffentlichen Ausgaben genau in die theoretischen Kategorien wie Nachfrage- und Angebotsreduzierung einzuteilen; und (5) die Schwierigkeit, die Ausgaben in diesen beiden Kategorien, nach Interventionsbereichen aufzuschlüsseln (Behandlung, Primärprävention, Rehabilitation, Zusammenarbeit, Koordinierung usw.).

Bemerkenswert ist jedoch, dass – obwohl diese Art von Studien offensichtlich durch methodische Probleme kompliziert wird – Entscheidungsträger in den letzten Jahren ein wachsendes Interesse an einer Überprüfung der öffentlichen Ausgaben (111) sowohl als Entscheidungsgrundlage als auch als Mittel zur Leistungsmessung an den Tag legen.


(108) Die EBDD ist insbesondere den Knotenpunkten Griechenlands, Österreichs und Portugals dankbar für ihre speziellen Forschungsarbeiten und Untersuchungen in diesem Bereich, die den Wert dieses Jahresberichts erhöhen. Unser Dank gilt auch Professor Pierre Kopp für die Durchführung einer Peer-Review der Forschungsarbeiten.

(109)  Belgien (2003), Luxemburg (2002), Vereinigtes Königreich (2002). Weiteres Referenzmaterial steht auf der EBDD-Website zur Verfügung.

(110)  Unser Bestreben, so viele Länder wie möglich einzubeziehen, um ein vollständiges europäisches Bild zu bieten, steht in Konflikt zu der geringen Datenmenge in einigen der betreffenden Länder. Daher blieb durch die Berichterstattung einerseits ein breites Spektrum bestehen, andererseits wurden die Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten durch die Unsicherheit der endgültigen Zahlen stark reduziert.

(111)  Belgien (2003), Luxemburg (2002), Vereinigtes Königreich (2002). Weiteres Referenzmaterial steht auf der EBDD-Website zur Verfügung.