Aufteilung der Ausgaben

Bei den gegenwärtigen Systemen der Datenerhebung ist es sehr schwierig, eine verlässliche Aufschlüsselung der Zahlen auf die verschiedenen Ausgabenkategorien zu erhalten. Auf nationaler Ebene gehen Bereiche wie Behandlung, Schadensminimierung und Prävention häufig ineinander über, und nicht alle Länder kategorisieren ihre Ausgaben nach demselben System. Folglich werden internationale Vergleiche durch die Verwendung unterschiedlicher Methoden der Datenerfassung und -klassifikation beeinträchtigt, was es sehr schwierig macht, die Ausgaben bestimmten Bereichen zuzuordnen und sie miteinander zu vergleichen.

Unter Berücksichtigung der methodischen Einschränkungen kann auf der Grundlage der zuverlässigsten der in diesem Bericht gelieferten Daten eine wichtige Schlussfolgerung gezogen werden: der Bereich der Gesundheitsfürsorge und Therapie scheint mit 50–80 % aller direkten staatlichen Ausgaben für die Nachfragereduzierung den Löwenanteil der Mittel zu verschlingen.

In Österreich wurden im Jahr 1999 78 % der Bundesausgaben für die Nachfragereduzierung im Bereich „Beratung und Therapie“ von Drogenabhängigen aufgewandt. In Griechenland zeigen die Daten, dass annähernd 73 % der bekannten Ausgaben für die Behandlung (und Sekundärausgaben) bereitgestellt wurden, während sich 1999 in Spanien die Ausgaben für die Behandlung in den Gemeinden und autonomen Städten auf 74 % der Gesamtausgaben beliefen. In Portugal entfielen 49 % der gesamten Ausgaben auf die Drogenbekämpfung im Jahr 1999 auf den Bereich der Behandlung; 25 % der Gesamtausgaben werden für die Prävention des Drogenkonsums aufgewandt, dies ist die höchste Rate (unter den bekannten Daten) in diesem Bereich in der EU.

Direkte Ausgaben für die „Prävention“ sind allerdings nicht einfach festzustellen, weshalb die Daten hier unsicherer sind. Die Quoten liegen zwischen 4 % in Österreich, wo nur die Primärprävention berücksichtigt wurde, und 20 % in Griechenland (ebenfalls nur Primärprävention) und 15 % in den spanischen Gemeinden und autonomen Städten sowie 10 % in Luxemburg).

Der Anteil der Gesamtausgaben für die Reduzierung der Drogennachfrage, der für Rehabilitierung und Reintegration sowie für aufsuchende Drogenarbeit und Aktivitäten zur Schadensminimierung aufgewandt wird, scheint geringer zu sein, was höchstwahrscheinlich auf die unterschiedliche Größenordnung dieser Ausgaben im Vergleich zur Behandlung zurückzuführen ist oder darauf, dass sie bereits teilweise darin enthalten sind.